Die Kunst macht Station. Matt Mullican am GKB-Bahnhof in Graz.
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Die Ausgestaltung des Grazer Bahnhofes der GKB war von Anfang an Teil und logische Folge des Kunstprojekts LokoMotive. Mullicans Arbeit ist, wie alle seine Einzelwerke, als Teil eines gewaltigen Bilderbogens zu verstehen, in dem er seine Weltordnung – gegliedert in die Bereiche der Elemente, der Dinge, der Kreativität und Kunst, der Symbole und Begriffe sowie geistigen Kräfte – zur Darstellung bringt. Inhaltlich geht er dabei, seine allgemeine Kosmologie in den Mittelpunkt gesetzt, speziell auf das Thema Verkehr ein, wobei seinem bereits öfters verwendetes „Kessel-Symbol“ als Energiespender eine zentrale Rolle zukommt.
Es hängt mit dem Selbstverständnis der GKB Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH als modernes Unternehmen und seiner Philosophie – die deutliche Parallelen zum Wesen der Kunst aufweist – zusammen, dass es sich dezidiert mit zeitgenössischer Kunst identifiziert. Der zentrale Auftrag beider, der Eisenbahngesellschaft und der Kunst, lässt sich in zwei Worten zusammenfassen: Bewegung und Innovation.
LokoMotive ist ein Kunstprojekt im Rahmen des Schwerpunktthemas Kunst und Verkehr – Ankommen in Graz in Kooperation mit Graz 2003 – Kulturhauptstadt Europas. Hauptträger dieses Projekts ist die Graz-Köflacher Eisenbahngesellschaft GKB. Für das Projekt LokoMotive wurden sechs namhafte österreichische Künstler eingeladen, sich zum Thema Bewegung Gedanken zu machen und die Aussenhaut der Doppelstockwaggons der GKB zu gestalten, die dann als mobile Bilder durch die Landschaft ziehen.
Idee und Realisation: Werkstatt Kollerschlag
Künstlerischer Leiter: Prof. Edelbert Köb, Direktor des Museums Moderner Kunst Wien
Das Projekt „Kunstmeile Gürtel“ wurde 1997 vom Österreichischen Bundeskanzleramt (Sektion Kunst) und von der Kunstsektion der Stadt Wien in Auftrag gegeben und von der Werkstatt Kollerschlag in Kooperation mit der Expanda Gesellschaft, Wien entwickelt.
Kurator: Dr. Ulrich Krempel, Direktor des Sprengel-Museums, Hannover.
Mit dem Projekt Concrete Art wird eine Reihe autonomer Großskulpturen von sieben international bedeutenden Künstlern im öffentlichen Stadtraum von Graz präsentiert. Gemeinsam ist den sieben Arbeiten das Material Beton. Die ausführenden Künstler – Chris Burden, Anthony Cragg, Magdalena Jetelová, Hans Kupelwieser, Matt Mullican, Haim Steinbach und Manfred Wakolbinger – gehen sehr unterschiedlich mit dem vorgegebenen Material und mit dem öffentlichen Raum um. Sie stellen individuell bedeutsame, künstlerische Positionen vor, die sich den heutigen reizüberfluteten Stadträumen gegenüber durch Reaktionsfähigkeit behaupten. Concrete Art wurde im Rahmen von Graz 2003 – Kulturhauptstadt Europas in Kooperation mit der Bauwirtschaft Steiermark und mit Hilfe des Bundeskanzleramtes – Sektion Kunst, sowie über zwanzig Sponsoren aus der Privatwirtschaft realisiert. Konzept und Realisation stammen von der Werkstatt Kollerschlag. Kuratiert wurde das Projekt von Prof. Edelbert Köb, Direktor des Museums Moderner Kunst, Wien. Zur Ausstellung erschien ein Katalog, der auch Einblick in die Herstellung der einzelnen Arbeiten gewährt.